Die Reaktionen von anderen auf meine Migräne

Um selbst besser mit der Erkrankung umzugehen, habe ich versucht diese anschaulich und einfach meinem Umfeld zu erklären und im privaten sowie im beruflichen (Uni) Aspekt. Für diese Challenge hatte ich vier Wochen Zeit, nun bin ich doch schneller durchgekommen. Hier die Personengruppen in meinem Umfeld und ihre Reaktionen:

Meine Eltern: Die wussten schon von meiner Erkrankung, da ich sie schon als Kind hatte. Nur Details waren neu. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, doch war von den Reaktionen sehr enttäuscht. „Wäre ja alles nicht so schlimm“. „Stell dich nicht so an“. Gerade bei meiner Mutter, die ebenfalls Migräne-betroffen ist, hätte ich mir mehr Unterstützung oder Verständnis gewünscht. Dazu muss ich aber sagen, dass meine Eltern gefühlsmäßig schon immer eher kalt waren.

Meine Familie: Im familiären Umfeld habe ich mich mit Details zurückgehalten. Meine Geschwister sind jetzt gut informiert. Weitere Verwandte halte ich mir aus persönlichen Gründen lieber auf Distanz.

Mein Freund: Der wusste natürlich auch seit einer ganzen Weile davon. Aber die Details habe ich ihm mit Hilfe von Grafiken dann noch näher gebracht. Im Alltag muss ich manches immernoch erklären und bin froh, dass er gerne dazulernt und mich unterstützt.

Die Eltern meines Freundes: Da der erweiterte Bekanntenkreis von Migräne als Erkrankung nicht so ganz überzeugt war, erstellte ich extra eine Präsentation (mit Videos, Grafiken und Fotos). Sie werden etwas Zeit brauchen das zu verarbeiten. Die Reaktion war auf jeden Fall nicht positiv. Mal sehen, wie sich das entwickelt.

Meine beste Freundin: Hatte ich vor der Challenge auch schon einiges erzählt. Sie gibt sich größte Mühe, sich in meine Situation reinzufühlen.

Andere Freunde: Die Reaktionen waren doch meist sehr verständnisvoll. Natürlich ist es immer etwas anderes, wenn man gesund ist. Doch ich habe keine blöden Kommentare erhalten. Das ist gut.

die Hochschule: Mit meiner jetztigen Hochschule hatte ich so einige Probleme. Die tatsächlich auch zu meiner Entscheidung die Hochschule zu wechseln geführt haben. Zwar habe ich einen Antrag auf Nachteilsausgleich gestellt, und wurde auch beraten, trotzdem gab es unschöne Zwischenfälle.

Arbeitsgruppen und Uni-Freunde: Diesen gegenüber bin ich mit Informationen sehr sparsam umgegangen, habe jedoch fast nur Verständnis erhalten.

Ich kann nur für mich sprechen, wenn ich sage, mir hat das offene Gespräch mit den meisten Personen in meinem Umfeld geholfen, die Muräne ein Stück weit zu akzeptieren.

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