Migräne und Yoga – Darum ist Yoga für mich nichts – Leben mit Muräne No.2

Gerade auf Instagram entdecke ich Menschen, die Yoga oder andere Enspannungsmethoden in ihren Alltag einbauen konnten, gerade wenn sie eine (oder mehrere) chronische Erkrankung(en) haben. Das finde ich sehr bewundernswert. Hier nun warum das bei mir nicht geht.

Schon bevor die Migräne täglich wurde, habe ich mich von zwei Freundinnen zu einem Yoga-Kurs schleppen lassen. Schon die einfachsten Übungen, waren für meinen unflexiblen Körper und vor allem meine Skoliose nicht umzusetzen. Frustration. Ich werde meine Füße nie mit den Händen berühren können, das ist eben so.

Natürlich könnte man da jetzt dran bleiben. Aber die Unbeweglichkeit ist nicht der Hauptgrund. In diesem Jahr musste ich feststellen, dass ich bestimmten Situationen Körperteile „verlor“. Natürlich waren sie immernoch mit meinem Körper verbunden. Trotzdem war es so, als seien sie „weg“. ich konnte sie weder spüren, noch bewegen. Ich konnte sie zwar sehen. Aber das war echt komisch.

Im Verlauf diesen Jahres besuchten mich täglich Sensibilitätsstörungen. Kribbeln in den Armen, Beinen, Füßen, im Rücken oder im Gesicht sind für mich alltäglich. Auch das beim Gehen ein oder zwei Zehen taub sind, das ist für mich Normalität geworden. Nichtsdestotrotz nervt es mich immernoch sehr. So schlief ich nachts gefühlt im Ameisenhaufen. Das aber Körperteile komplett weg waren hatte ich folgenden Situationen:

  1. Während einer Yoga-Übung „Reise durch den Körper“ konnte ich meine Füße nicht finden.
  2. Während einer Klausur im letzten Semester. Ich habe mich ja vorbildlich mit Migräne (Ironie) zur Klausur geschleppt. Die ersten 60 Minuten alles runtergeschrieben, was ich wusste und die letzten 60 Minuten starke Sehstörungen, Migräne und das Gefühl, ich könne nicht aufstehen. Weil: Tadaa- meine Beine weg waren.
  3. Während einer PMR (Progressive-Muskelrelaxion). Bei diesem Entspannungsverfahren spannt man bewusst bestimmte Muskelgruppen an und entspannt diese wieder. Hier waren erst meine Hände „weg“ und danach hatte ich das Gefühl, ich würde auf dem Boden liegen oder wäre irgendwo im Raum, nur nicht mehr in meinem Körper. Echt gruselig.
  4. Während einer sehr schweren Migräneattacke, war nur noch mein Kopf(schmerz) zu spüren, der Rest war leblos und weg.

Seit dem lasse ich von PMR und Yoga die Finger. Zum Glück helfen mir Atemübungen und Meditation ein Stück. Sodass ich auch keine anderen Entspannugsverfahren nutzen muss.

Eine Ärztin erklärte sich meinen „Verlust von Gefühl im Körper“, dass in Ausnahmesituationen, wie z.B. bei einem Autounfall sich das Gehirn ausschaltet. Nur, dass ich abgesehen von der Klausur und der Migräneattacke in keiner extremstressigen Situation war. So bleiben da also noch Fragen offen und ich hoffe, dass es sich nicht so schnell wiederholt. Wenn ich also über Ängste betreffend meiner Migräne sprechen würde, dann die Angst nochmal in eine Situation zu kommen und die Angst, dass ich meinen Körper gar nicht mehr finden kann.

Hattet ihr schon mal so eine Situation?

Viele Grüße,

Anna

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