1 Woche Vegan ernähren – so war es – Reflexion, Tipps und Fazit – Leben mit Muräne No. 13

Schon als mein neuer Arzt es ausgesprochen hatte, fühlte ich mich verarscht. Ich und vegan?? Das Wort „vegan“ ist meiner Meinung nach auch negativ belegt, es klingt nach Hipster-Öko-Tante-mit-grünen-Spinat-Smoothies-für-jeden-Tag. Ich habe von Anfang an nicht geglaubt, dass es dadurch meine Migräne „wegzaubern“ würde. Die allgemeinen Ernährungstipps für Migräniker:innen sind mir durchaus bekannt. Und wenn der Migräne-Papst-Prof. Göbel in seinem Buch nichts von Veganismus schreibt, dann hat es doch keinen Sinn, oder!? Und ich vertraue nur auf die Ärzte aus Kiel! Sorry!!

Wie bin ich das Thema Vegan angegangen?

Erst Mal habe ich recherchiert, dann waren wir – bzw. mein Freund einkaufen. Auch die Community habe ich nach Tipps gefragt und viele Antworten findet ihr in meinem Highlight bei den Insta Stories.

Mein Plan für den Anfang:

Kuhmilch durch Mandel- und Hafermilch ersetzen! Und Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte zu meiden. Ich habe mich stattdessen an Ersatzprodukten orientiert, die ich schonungslos alle grausam vom Geschmack her fand. Die vegane Salami schmeckt ekelig und sah aus wie Gummischeiben. Bei dem Geruch vom veganen Käse ist mir schlecht geworden und die Nussmilch konnte ich gar nicht haben. Vielleicht bin ich einfach zu sensibel? Insgesamt ernährte ich mich fast ausschließlich von Müsli und Hafermilch. Und war damit ganz und gar nicht glücklich!

Reflexion

Ich stellte schnell fest, dass ich so auf eine Mangelernährung zusteuerte und mir Essen einfach keinen Spaß machte, wenn es nicht schmeckte. Ich vermisste z.B. meinen geliebten Kakao und meine Baguette-Salami. Als Kind war ich wirklich schwierig, weil ich außer Brot mit Nutella, Apfelsaft und Milch nichts mochte. Ich bin also froh über alles, was ich nun gerne esse. Ich bin außerdem ein sehr großer Mensch und brauche auch ordentlich viel zum Schnabulieren. Mein Freund und ich haben uns auch vor dem Experiment mit dem Thema Ernährung befasst, durch die vegane Schiene haben wir uns nur noch vertieft mit dem Thema befasst, was ich gar nicht so schlecht finde. Wir haben uns ausgewogen: Gemüse, ab und zu Fleisch, Kohlenhydrate etc. ernährt. Durch die App „CodeCheck“ (Werbung, weil Markennennung) haben wir mal in der Küche und im Bad Dinge gescannt und rausgefunden, welche Inhaltsstoffe in Lebensmitteln und Kosmetik drin ist. Das war sehr interessant. Migräniker:innen sollten vor allem langkettige Kohlenhydrate (Vollkorn, Kartoffeln etc.) konsumieren und regelmäßig und mehrmals am Tag essen. Durchschnittlich nehme ich 6 Mahlzeiten am Tag in regelmäßigen Abständen mit vielen Kohlenhydraten zur mir. Das finde ich als Ernährung für die Migräne auch ausreichend.

Welche Lebensmittel hast Du ausprobiert?/ Tipps

Ich habe unterschiedliche Marken bei Ersatzmilch, Ersatzprodukte wie vegane Salami, Käse, Joghurt, Streichkäse und Frischkäse ausprobiert. Und ich mochte eigentlich nichts so wirklich davon. Bei Milch habe ich Hafermilch, Cashew-Milch, Mandelmilch, Dinkelmilch ausprobiert, teilweise mit oder ohne Zucker oder mit Vanillegeschmack. Also eigentlich fast jede Marke, die wir im Supermarkt gefunden haben. Darunter waren auch Marken, die mir auf Instagram empfohlen wurden. Es macht schon Sinn, Verschiedenes auszuprobieren. Nicht jede Ersatzmilch schmeckt gleich! Mein Freund hat die Ersatzprodukte auch probiert und teilt meine Meinung, dass die Sachen seltsam schmecken. Fies fand ich auch eine „Vegane Bolognese“ aus einem Glas. Man hätte einfach „Gemüsesauce“ dranschreiben können, dann hat man nicht das Gefühl, man müsse es mit „echter Bolognese“ vergleichen. Die Vorstellung, dass vegane Salami oder andere Ersatzprodukte zwar pflanzlich, aber in ihrer Herstellungsweise irgendwie auch Chemie sind, fand ich sehr merkwürdig.

Es gibt massenweise interessante Rezepte und auch viel auf Instagram zum Thema Vegane Ernährung. Aber ich muss leider sagen, dass ich einfach keine Köchin bin. Ich hasse kochen. Außerdem hätte ich mich nur vegan ernährt, in der Hoffnung, dass sie meine Migräne verändert und nicht aus Überzeugung. Ich verstehe die Hintergründe mit der Massentierhaltung und der Umwelt, aber sorry. Ich gebe in anderen Bereichen mein bestes um nachhaltig zu leben, aber ich bin einfach chronisch krank und kann mich nicht um alle Probleme der Welt kümmern. Wenn Du selbst chronisch krank bist, kannst Du meinen Ansatz sicherlich nachvollziehen. Migräniker:innen müssen öfter einfach auf sich selbst achten und das tue ich auch.

Fazit

Ich nehme für mich aus dem Experiment mit, dass ich nicht jeden Tag Schokolade essen oder Kakao trinken muss. Außerdem kann man Müsli gut mit Hafermilch konsumieren, dass war für mich der einigze Bereich in dem ich Hafermilch gut einsetzen konnte. Pur mochte ich keine der Ersatzmilch von unterschiedlichen Marken. Wir werden in Zukunft mehr auf Bio-Produkte und insbesondere auf Bio-Fleisch setzten. Und unseren Fleischkonsum etwas zurückschrauben.

Wenn man chronische Migräne hat, dann gibt es echte Scheißtage, aber auch Tage, die gut sind. Aber gerade für Scheißtage will ich mir keinen Kopf über die Ernährung machen, denn die Attacke kommt einfach so oder so und wenn einem schlecht ist, isst man wahrscheinlich eher nichts oder nur, worauf man wirklich Lust hat. Ich will mich in meinem Leben in keinem Bereich einschränken lassen, wenn es keinen wissenschaftlich belegten Effekt hat!

Wer mir auf Instagram folgt, weiß nun wie toll ich Gemüse finde (Stichwort Zombie-Gemüse). 😀

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