Der Blick in den Rückspiegel

Wir Menschen neigen dazu schlechte Erinnerungen so schnell wie möglich vergessen zu wollen. Aber wo Schatten ist, ist auch Licht und Licht ohne Schatten gibt es auch nicht.

Ich für meinen Teil schaue oft zurück, auf Vergessenes, Verlorenes, Erinnerungen und Momente. Ich sehe wie mich gerade die schlechten Erinnerungen, Momente und Erfahrungen geprägt haben. Besonders auch positiv geprägt haben. Ohne diese vielen Erfahrungen wäre ich heute nicht diese selbstbewusste und starke Persönlichkeit die ich bin. Und ich bin sehr stolz darauf.

Aus Fehlern lernt man.

Ja, wie wahr. Ich habe in meiner Vergangenheit auch einige Fehler gemacht, die ich heute auch bitter bereue. Jedem kommen sicher jetzt einige Gedanken dazu in den Sinn. Egal, ob ihr etwas getan oder gesagt habt, dass ihr heute gerne zurücknehmen würdet. Jeder hat so eine Erinnerung. Aber gerade, dass ich es heute als Fehler kategorisieren kann, zeigt mir für mich persönlich, dass ich daraus gelernt habe.

Man sollte hin und wieder auf seine Entwicklung schauen und dafür auch den kurzen Sprung in die Vergangenheit wagen. Aber: Beißt euch nicht an der Vergangenheit fest und denkt durchaus zukunfts- und gegenwartsorientiert. Nach dem Motto: Heute für morgen. Wer zu lange nach hinten schaut bekommt einen steifen Hals und läuft eventuell ohne zu schauen vor einen Baum (Gleicher Effekt wie zu lange auf das Handy zu schauen, haha). Ein langer Blick zurück könnte schmerzhaft sein, darum immer mal wieder kurz den Blick in den „Rückspiegel“ werfen und die eigenen Siege und Verluste reflektieren. Wie beim Autofahren sollten wir auch uns immer ganzheitlich im Blick haben und unsere Vergangenheit ist auch ein Teil von uns.

Wir leben im Jetzt und hier.

Ja, tun wir. Aber das jetzt und hier ist morgen das gestern und übermorgen das vorgestern. Und das morgen ist morgen dann das heute. Wir sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das was passiert ist hat auch noch Einfluss auf das was jetzt passiert oder noch passieren wird. Deshalb ist es so wichtig, dass wir ab und zu zurückschauen. Also „Let´s look back“.

2 Kommentare zu „Der Blick in den Rückspiegel

  1. Ich finde es sehr schön, dass es Dir augenscheinlich gelungen ist und gelingt, Dinge, die in der Vergangenheit Dein Leben belastet bzw. erschwert haben, hinter Dir zu lassen, zumindest so, dass sie offenbar heutige Lebenseinstellungen von Dir nicht mehr beeinflussen. Das ist ein ungemein großer Schritt, vor allem für einen Menschen, der sich selbstkritisch reflektiert.

    Ich finde es umso schöner als ich es von Dir lese. Erinnerst Du Dich an mich, Anna? Wir „kennen“ uns schon länger, aus der Zeit Deines ersten Blogs hier, und dann warst Du eine kurze Zeit mit einer Studienkollegin hier unterwegs. – Irgendwie freue ich mich sehr, jetzt Deinen neuen Blog entdeckt zu haben (Er wurde mir bei einer Suche angezeigt, und als ich dann Dein Bild sah, wusste ich, dass das nur die große, junge Frau sein kann, die auch niederländisch spricht …), denn ich habe Dich als eine sehr freundliche und angenehme Blogschreiberin und einen offenen, nicht aufgebenden Menschen in Erinnerung behalten.

    Ich lasse Dir viele freundliche Grüße hier und werde Dich, wenn ich darf, gern immer wieder besuchen kommen. 🙂

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    1. Hallo sternenfluesterer,
      schön, wieder von Dir zu lesen. Natürlich erinnere ich mich an Dich! Die Studienkollegin macht mit dem Blog alleine weiter und ich brauchte etwas Neues. Ich kann mich jetzt vor allem für Migräne-Betroffene einsetzen, da ich selbst betroffen bin. Bald erscheint mein erstes Migräne-Buch. Eine Gedichtsammlung gibt es ja bereits. Du siehst, ich bin nicht mehr nur Bloggerin, ich bin endlich auch Buch-Autorin geworden. Du bist gerne eingeladen mich immer wieder zu besuchen! Ich würde mich sehr darüber freuen.

      Viele liebe Grüße und hoffentlich bis bald!
      Anna

      Gefällt 1 Person

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