Grenzen setzen – Leben mit Muräne No.19

Mir ist in letzter Zeit wieder oft bewusst geworden, dass ich an einer Sache mehr arbeiten muss: Grenzen setzen. In verschiedenen Lebensbereichen ertappe ich mich oft, dass ich andere Menschen über meine Zäune spazieren lasse, obwohl es eigentlich gereicht hat. Nur dann ist es oft für ein „Stopp“-Schild zu spät. Nein ist eben ein Nein. Und das müssen andere Menschen respektieren!

Ich konnte jahrelang diese vier Buchstaben „Nein“ nicht wirklich aussprechen. Das „Ja“ ist einfach kürzer und rutscht automatisch raus. Doch jedes zu viele „Ja“ ist ein „Nein“ für bzw. gegen mich.

Erst jetzt beginne ich bewusst Grenzen zu setzen. Zum Beispiel in sozialen Netzwerken. Allen voran meine Präsenz auf Instagram. Ich hänge an dieser Plattform und liebe den Austausch in unsere „Migräne-Bubble“. Trotzdem wurde es mich wachsender Abonnentenzahl Zeit für Grenzen. Wenn ich wieder mal in Nachrichten angegriffen werde, kommt üblicherweise von mir das Stoppschild. Und wenn das nicht hilft, kommt die Vollsperrung und ich muss diese Person blockieren. Nur so kann ich mich selbst schützten. Leider kommt das hin und wieder mal vor.

Im Freundeskreis hatte ich das mit den Grenzen setzen in letzter Zeit gar nicht nötig. Ich sage nur hin und wieder „Nein“, wenn es sein muss. Oder ich „melde mich später“, wenn es gerade nicht anders geht. Noch nie ist mir eine Freundin dabei dumm gekommen. Unsere Freundschaften basieren auf gegenseitige Akzeptanz und Respekt!

Bitte mache Dir selbst bewusst, wo Deine Grenzen sind! Gerade Menschen mit Migräne müssen sich oft selbstschützen. Rede offen mit Deiner Familie und Deinen Freund:innen über Deine Grenzen. Nein ist Nein.

Und wie klappt bei Dir das Grenzen setzten?

2 Kommentare zu „Grenzen setzen – Leben mit Muräne No.19

  1. Hallo Anna, du sprichst mir aus der Seele! Kenne das zu gut, leider. Meine Schwiegermutter ist auch so eine blöde Kuh und nach dem Tod ihres Mannes im vergangenen nov ist es noch viel schlimmer geworden! ICH habe Hausverbot 😆. Grds gar kein Problem, aber sie manipuliert meinen Mann… und der lässt sich meiner Meinung nach viel zu sehr manipulieren. Meine Tochter spielt das Spiel zum Glück nicht mit, sie umreißt das. Mein Sohn ist noch zu klein. Mit seinen 8 Jahren ist er noch ganz gut beeinflussbar.

    Meine Eltern haben auch noch nie Rücksicht auf mich/meine Krankheit genommen. Ich hab den Kontakt auf ein Minimum reduziert. Das ist auch nicht schön, aber es ist immer noch einfacher zu ertragen als die ewigen Enttäuschungen!

    Du machst das genau richtig! Tu DAS, was DIR gut tut!

    Liebe Grüße Kathrin

    Von meinem iPhone gesendet

    >

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Kathrin, vielen Dank für Deinen Kommentar! Krass, Hausverbot. So weit wird das bei uns hoffentlich nicht gehen. Wenn ich Kinder hätte, würde ich den Kontakt auch weiter einschränken. Bei meinen Eltern habe ich noch ein wenig Hoffnung, dass sie es irgendwann verstehen. Liebe Grüße, Anna

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