„Ich habe es zum größten Teil akzeptiert, dass ich an der Krankheit leide.“ – Interview mit Jenny – Muräne-Stories No.43

Ich bin Jenny, 24 Jahre und wohne in Bayern. [Instagram: @fibro.live]

Also ich bin eher ein ruhiger und weitestgehend ausgeglichener Mensch, aufgrund chronischer Erkrankung (Fibromyalgie und Migräne) arbeite ich nur noch Teilzeit im Servicebereich. Privat koche und backe ich gerne und kreiere Rezepte die kann man auch bald in meinem Blog nachlesen kann. In meinem Blog wird es um das Thema Fibromyalgie und Ernährung gehen (Startzeitpunkt wahrscheinlich Anfang Mai) Mache sehr gerne Yoga und versuche regelmäßig Sport zu machen. 

Meine Migräne hat keinen Namen damit habe ich mich nie so wohl gefühlt. 

Ich habe Migräne ohne Aura ungefähr schon seit ich 5 Jahre alt bin. Vorzeichen vor der Kopfschmerzphase ist häufig Gereiztheit und Süßhunger oder innere Unruhe. Nebensymptome neben den Kopfschmerzen sind verschommenes Sehen, Übelkeit bis zu Erbrechen, Schwindel, Angst, Kälte oder Hitzegefühle sogenannter Brain Fog. Meistens ist der Schmerz einseitig allerdings wechseln sich die Seiten ab und es kommt auch zu beidseitigen Attacken. 

Es geht mir mal besser und schlechter, allerdings habe ich mich früher überhaupt nicht mit meiner Migräne beschäftigt, dies hat sich stark verändert, da sich auch die Attacken häufen. Mein Umgang ist deutlich entspannter und nicht mehr so verkrampft und panisch. Ich habe es zum größten Teil akzeptiert, dass ich an der Krankheit leide. Habe Triggerfaktoren herausgefunden und verstehe meinen Körper besser als früher. 

Mein Umfeld in der Familie war immer sehr verständnisvoll. Auf der Arbeit habe ich nie über Migräne gesprochen außer es kam zu einer Attacke und einige denen ich davor davon erzählt habe, reagierten eher anstrengend. Mit vielen unnötigen Tipps oder, dass sie die Erkrankung nicht ernst nehmen. Es wird häufig mit Kopfschmerzen gleich gestellt. Allerdings gehe ich jetzt offener damit um und gehe auch mehr in die Verteidigung. Die Freizeitgestaltung hängt stark von der Migräne ab, da ich in der Schmerzfreien Zeit auch versuche Sport zu machen und Entspannungstraining. Ebenfalls sind mir regelmäßige Essenzeiten und Tagesabläufe wichtig. Im Umgang mit meiner Migräne hat mir sehr stark Akzeptanz und Verständnis von meiner Familie geholfen. Während einer Attacke ist es sehr unterschiedlich, manchmal hilft Entspannungstraining oder Yoga, manchmal nur noch hoffen einzuschlafen. Ich habe schon einiges ausprobiert von Schüssler Salzen und Homöphatie das einzigste was ich beibehalten habe ist hochdosiertes Magnesium und die Prophylaxe die ich mit der Ärztin besprochen habe. Ich mache regelmäßig Progressive Muskelentspannung und würde das auch jedem Migränepatienten empfehlen. Was ich anderen Betroffenen gerne sagen würde ist Euer Schmerz ist wichtig. Dann ist es immer zu empfehlen, auch wenn es lästig ist, sich mit seiner Migräne und seinen Triggerfaktoren zu beschäftigen. Man sollte sich professionelle Hilfe suchen und mit einem Neurologen über seine Krankheit sprechen. Migräne ist nach dem Stand der heutigen Medizin nicht heilbar, aber es gibt Möglichkeiten die Attacken zu reduzieren. Genieße jeden Schmerzfreien Tag und lass dir von deiner Krankheit nicht dein Leben bestimmen. Deine Krankheit gehört zwar zu dir, aber du bist nicht deine Krankheit. 

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