„Die Migräne haut mich oft aus der Bahn.“ – Interview mit Sarah – Muräne Stories No.97

Wer bist Du und was machst Du?

Hallo. Ich mein Name ist Sarah, bin 25 Jahre alt und komme aus dem schönen Saarland. Ich arbeite in einer Apotheke als Pharmazeutisch-technische Assistentin.

Wie lange hast Du schon Migräne? Wann fing das an, gab es eine bestimmte Situation an die Du Dich erinnerst?

Ich habe seit mindestens 7 Jahren Migräne.
Als junges Mädchen hatte ich schon oft mit Kopfschmerzen zu tun gehabt. Der Schmerz wurde sehr oft mit Übelkeit und Erbrechen begleitet, aber die Diagnose wurde erst später gestellt.

Welche Migräneform(en) hast Du und wie äußert sie sich?

Ich habe Migräne ohne Aura.
Sie äußert sich bei durch Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Licht-& Lärmempfindlichkeit.

Wie heißt Deine Migräne?

Meine Migräne hat keinen Namen. Aber es ist eine Überlegung wert. 😉

Wie geht es Dir heute und wie hat sich Dein Umgang damit verändert?

Es geht mir mit meiner Akutmedikation gut, jedoch bin ich gemeinsam mit dem Neurologen auf der Suche nach der besten Prophylaxe für mich.
Im Umgang hat sich vieles geändert. Ich habe für mich selbst Grenzen gezogen und sage öfters nein oder dass es mir zu viel ist. Ich habe viel durch die Community gelernt und mir viele Tipps zu Herzen genommen.

Wie beeinträchtigt Dich die Migräne im Beruf und in der Freizeit?

Die Migräne haut mich oft aus der Bahn. Muss gelegentlich von der Arbeit nach Hause und ab ins dunkle Bett. Auch in der Freizeit beeinträchtigt es mich. Vorallem, wenn schöne Ereignisse anstehen oder neue Situationen auf mich zu kommen.

Was hilft Dir im Umgang mit der Migräne?

Eine gelassener Einstellung hilft mir mit dem Umgang. Sich selbst, weniger unter Stress zu setzen und positiv zu denken. Auch wenn es oft schwer fällt.

Wie hat Dein Umfeld auf Deine Migräne reagiert und wie reagieren heute noch Menschen, denen Du davon erzählst?

In meinem persönlichen Umfeld haben vereinzelt auch welche mit Migräne zu tun. Da ist man nie alleine und fühlt sich von diesen Menschen verstanden. Mein Freund, der vorher Migräne nicht kannte, ist mittlerweile der tollste „Migränebegleiter“ geworden. Er unterstützt mich in allen Situationen, wo er nur kann.
Aber Migräne ist für viele aus dem Umfeld „einfach nur Kopfschmerzen“.

Was hilft Dir im Migräne Anfall?

Im Migräne-Anfall hilft mir am besten mein Triptan-Nasenspray, dunkles Zimmer ohne Geräusche, Ruhe und meine Kühlmaske. Und was auch nicht fehlen darf, ist der Eimer für den Fall, dass die Übelkeit zu Erbrechen übergeht.

Was hast Du schon ausprobiert und was möchtest Du noch ausprobieren?

Ich habe bereits mehrere Prophylaxen und Akutmedikamente, sowie viele nichtmedikamentöse Maßnahmen ausprobiert.
Was ich gerne noch ausprobieren möchte ist, eine Prophylaxe zu finden die mir hilft. Das sogenannte „Migränepiercing“ [Anmerkung der Redaktion: die Wirksamkeit vom Migränepiercing ist nicht belegt, informiert euch bitte auf der Seite der Schmerzklinik Kiel dazu.] und ich würde gerne mal in eine Kopfschmerzklinik.

Was möchtest Du Migräne-Kämpfer:innen sagen?

Wir alle haben oft in unserem Leben zu kämpfen und bekommen sehr oft schöne Erlebnisse versaut. Aber trotz allem, müssen wir positiv denken und jeder einzelne schmerzfreie Tag in vollen Zügen genießen.

Was möchtest Du Menschen ohne Migräne sagen?

Migräne ist viel mehr, als „nur“ Kopfschmerzen. Informiert euch über Migräne und schaut euch an, wie es uns Menschen mit Migräne geht.

Hast Du ein Lebensmotto, einen Spruch, der Dir Kraft gibt?

GENIESSE DEINE ZEIT, DENN DU LEBST NUR JETZT & HEUTE. MORGEN KANNST DU GESTERN NICHT NACHHOLEN & SPÄTER KOMMT FRÜHER ALS DU DENKST.
-Albert Einstein-

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